Wohnflächenberechnung bei Dachschrägen

Viele Mieter fragen sich im Laufe der Zeit, ob eigentlich die im Mietvertrag angegebene Quadratmeterzahl tatsächlich der Realität entspricht. Ein Nachmessen lohnt sich beim Verdacht auf zu viel berechneten Wohnraum auf jeden Fall, denn ab einer Abweichung von 10 Prozent der angegebenen Wohnfläche dürfen Mieter die Miete mindern und sparen so bares Geld. Da die Wohnflächenberechnung unter Dachschrägen etwas komplizierter ist, wollen wir uns in dem Artikel speziell der Berechnung von Flächen unter Dachschrägen widmen.

Sonderfall Dachschrägen in Dachgeschosswohnungen

Besonders bei Dachgeschosswohnungen fragt man sich oft, ob die im Mietvertrag angegebene Fläche tatsächlich richtig berechnet ist. Je mehr Dachschrägen eine Wohnung hat, desto schwieriger wird natürlich das exakte Ausmessen der Wohnung. Vor allem, wenn die Schrägen alle auf unterschiedlicher Höhe enden ist besondere Sorgfalt bei der Wohnflächenberechnung unter Dachschrägen gefragt, weil je nach Raumhöhe die Quadratmeter nur noch anteilig berechnet werden dürfen. Dies ist in der Wohnflächenverordnung (kurz: WoFlV) geregelt, die immer dann automatisch gültig ist, wenn im Mietvertrag keine andere Berechnungsgrundlage angegeben ist.

Korrekte Berechnung der Wohnfläche bei Dachschrägen

Soll die Wohnfläche unter Dachschrägen in einer Dachgeschosswohnung exakt berechnet werden, gelten folgende Richtlinien:

  • Alle Räume oder Raumteile, die eine Raumhöhe von über zwei Metern aufweisen dürfen zu 100 Prozent zur Wohnfläche gerechnet werden. Dazu gehören auch Flure, das WC, Küche, Bad und Abstellkammern, ebenso ein Wintergarten, falls er beheizt ist.
  • Die Fläche unter Dachschrägen, die zwischen einem Meter und zwei Metern hoch ist, darf der Vermieter nur zu 50 Prozent zur Wohnfläche hinzurechen. Ebenso einen Wintergarten, der nicht beheizt ist.
  • Alle Teile eines Raumes, die unter einem Meter hoch sind, dürfen schließlich gar nicht mehr zur Wohnflächenberechnung hinzugezogen werden.

Das Nachmessen der Wohnfläche kann also vor allem im Bereich der Dachschrägen sehr sinnvoll sein, weil sich manche Vermieter die aufwendige Berechnung ganz einfach sparen und die gesamte Grundfläche der Wohnung als Wohnfläche deklarieren. Einfacher wird das Kontrollieren der berechneten Quadratmeter, wenn man die Wohnung zum Vermessen in einzelne Rechtecke, je nach Raumhöhe, teilt. Die gemessenen Werte lassen sich dann leicht in einen Quadratmeterrechner im Internet übertragen und schon hat man das richtige Ergebnis vorliegen.

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